Aktivitäten 2022

Władysław Bartoszewski und sein Erbe 

 

Berlins Partnerstadt Warschau und der polnische Senat haben für 2022 das Bartoszewski-Jahr ausgerufen. Zum Thema „Władysław Bartoszewski und sein Erbe: Symbolkraft für Europa und die deutsch-polnischen Beziehungen“ fand am 10.05.2022 im Berliner Rathaus nach Begrüßung durch die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey eine Diskussion zwischen Basil Kerski (Direktor des Europäischen Solidarność-Zentrums in Danzig, Chefredakteur des Deutsch-Polnischen Magazins DIALOG), Dietmar Nietan (MdB, Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit) und Cornelia Pieper (Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Danzig) auf Initiative der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin im Rahmen der deutsch-polnischen Netzwerktreffen der Senatskanzlei und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa statt. Anschließend stellten Dr. Marcin Barcz (ehem. Assistent von W. Bartoszewski, Buchautor, Kurator der Ausstellungen über W. Bartoszewski) und Prof. Igor Kąkolewski (Direktor des Zentrums für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin) zum 100. Geburtstag von Władysław Bartoszewski das Buch „Steter Tropfen höhlt den Stein“ vor. Władysław Bartoszewski ist Ehrenmitglied des Vereins Weimarer Dreieck; der Vereinsvorsitzende nahm an der Veranstaltung teil.

Am 08. April 2022 ehrte die Französische Botschafterin I. E. Anne-Marie Descôtes Frau Bärbel Grönegres, Honorarkonsulin der Republik Frankreich und Mitglied im Verein Weimarer Dreieck, mit den Insignien eines Ritters im Nationalen Verdienstorden Frankreichs.

Der Vorsitzende des Vereins Weimarer Dreieck e. V., der an der feierliche Ordensverleihung in der Französischen Botschaft teilnahm, gratulierte herzlich für die Auszeichnung und dankte zugleich für das Engagement von Frau Bärbel Grönegres nicht nur für den deutsch-französischen Dialog, sondern auch für ihren Einsatz für das Anliegen des Weimarer Dreiecks zur Förderung der Verständigung und Freundschaft der Nachbarländer Polen, Frankreich und Deutschland als Teil Europas.

Erste konstituierende Sitzung und gemeinsame Erklärung der Freundschaftsgruppen des Bundesrates und des Senats der Republik Polen

 

Michael Kretschmer, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Freundschaftsgruppe des Bundesrates, und Beniamin Godyla, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Freundschaftsgruppe des Senats der Republik Polen, haben am 06.04.2022 in Dresden eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Beide Freundschaftsgruppen haben sich zum Ziel gesetzt, sich mindestens einmal im Jahr zu treffen. Außerdem haben beide Vorsitzenden die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Deutschland, Polen und Frankreich betont und das Format des Weimarer Dreiecks ausdrücklich begrüßt.

 

Die gemeinsame Erklärung kann hier abgerufen werden.

Herr Minister Holthoff-Pförtner und Dieter Hackmann

Auf Einladung der Generalkonsulin in Danzig, Frau Cornelia Pieper, nahm der Vorsitzende des WD eV am 26.03.2022 an einem Freitheitskonzert des Orchesters Baltic Sea Philarmonic und seinem Dirigenten Kristjan Järvi im Europäischen Solidarnosczentrum in Danzig teil. Kristjan Järvi eröffnete das Konzert mit der Welturaufführung des Stücks „Child oft the Nightingale“ mit  dem ukrainischen Musiker Ruslan Trochynskyi.

 

Im Anschluss an das Konzert hatte der Vorsitzende Gelegenheit, mit dem NRW Minister für Europaangelegenheiten Dr. Stephan Holthoff-Pförtner über das Regionale Weimarer Dreieck zu sprechen.

 

Das beeindruckende Freiheitskonzert ist auf YouTube 
nachzuverfolgen.

Am 23.03.2022 besuchte der Vorsitzende des Vereins Weimarer Dreieck Dieter Hackmann Vertreter der Stiftung My Obywatele Unii Europejskiej im. Wojciecha Bogumiła Jastrzębowskiego (Wir Bürger der Europäischen Union) in Warschau; dort traf er den Begründer der Stiftung, Herrn Olgierd Łukaszewicz.

 

In der Universität Warschau wurden Aktivitäten und Pläne des Bürgerlichen Weimarer Dreiecks besprochen, und zwar mit:

Prof. Roman Kuzniar (Uni Warschau - ehemaliger Berater des Präsidenten der Republik Polen für internationale Angelegenheiten - und Vorsitzender des Rates der Stiftung MY UE) sowie Jan Rodowicz (Stiftung Demokratyczne Obywatelskie Media „DOM) und Olgierd Lukaszewicz (Gründer von MY UE) und Dr. hab. Michał Jamiołkowski (Germanist an der Universität Warschau). Anschließend ergaben sich noch Gelegenheiten des Gesprächs mit dem Vorstandvorsitzenden der Stiftung MY UE), Herrrn Witold Moszyński.

 

Anschließend besprach Dieter Hackmann noch Möglichkeiten der Ausstellungspräsentation zum Weimarer Dreieck mit

Herrn Prof. Dr. habil. Robert Małecki, Direktor des Instituts für Germanistik der Universität Warschau.

Gemeinsame Erklärung der Association « Triangle de Weimar » in Frankreich, des Vereins « Weimarer Dreieck e.V. » in Deutschland und des « Trojkat Weimarski » in Polen

Deutsch
WD Ukraine 03-2022.pdf
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Französisch
Déclaration commune des associations_fr.[...]
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Polnisch
Erklärung - Ukraine PL.pdf
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Treffen der Außenminister Deutschlands (Annalena Baerbock), Frankreichs (Jean-Yves le Drian) und Polens (Zbigniew Rau)

 

Am 01.03.2022 fand erneut ein Treffen der Außenminister Frankreichs und Polens und der Außenministerin Deutschlands im Format des Weimarer Dreiecks in Lodz (Polen) statt. Die drei Länder haben ihre Einheit und gegenseitige Solidarität in Zusammenhang mit dem ukrainischen Krieg bekräftigt. Die gemeinsame Erklärung zur Ukraine kann hier abgerufen werden.  

Gedenkveranstaltung für Raphaël Élizé und die Opfer des Bombenangriffs auf das Gustloffwerk Weimar

 

Seit 2015 finden alljährlich Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Bombenangriffs der amerikanischen Luftwaffe auf die Gustloffwerke im Norden der Stadt Weimar statt. Eine unauffällige Stele Ecke Kromsdorfer-/Andersenstraße erinnert an diese Begebenheit. Gedacht wird der Zwangsarbeiter verschiedener Nationalitäten, die dem Angriff schutzlos ausgeliefert waren. Unter ihnen auch der erste schwarze Bürgermeister Frankreichs Raphaël Élizé.

Trotz Corona entschlossen sich die Veranstalter mit Unterstützung der Stadt Weimar es nicht bei einer Kranzniederlegung zu belassen.

Dem Programm in der Presseerklärung ist zu entnehmen, dass dieses ehrende Gedenken sich in Weimar fest etabliert hat.

Anwesend waren ca. 40 Teilnehmer + Veranstalter. Die Redebeiträge knüpften an die traditionellen Inhalte hinsichtlich Erinnerns als Fazit der Vergangenheitsbewältigung an, verstehen sich als Mahnung, Verantwortung zu übernehmen, um mit Herausforderungen der Gegenwart fertig zu werden, auch indem die Vergangenheit aufgearbeitet wird. Besondere Aufmerksamkeit wurde auf das tiefe Solidaritätsbewusstsein der inhaftierten Menschen und teilweise der Bürger des Landes gelenkt.

Dr. Marc Sagnol, diesjähriger Organisator der Gedenkfeier, erinnerte die Teilnehmer an Raphaël Élizé, verwies auf die im letzten Jahr entstandene Broschüre und spannte den Bogen zu Veranstaltungen, bei denen das Leben Élizés dokumentiert wurde, u.a. eine Buchlesung mit Gaston-Paul Effa zu seinem Werk „Rendez-vous avec l’heure qui blesse“. Oberbürgermeister Peter Kleine rezitierte ein Gedicht des deutschen Schriftstellers Peter Härtling, um mit Blick auf das an diesem Ort Geschehene bewusst zu machen, wie notwendig es ist, Frieden zu erhalten, Menschlichkeit, Humanismus zu wahren, um Menschen derartiges Leid zu ersparen. Dr. Harry Stein, Vertreter der Buchenwaldstiftung und Kustos der Gedenkstätte Buchenwald, konfrontierte in seinem Beitrag über ein „Einzelschicksal“ mit Solidarität, die unmittelbar zurückkam: die Solidarität eines Bauern aus unserer Region, der einen flüchtigen Russen bei sich als Zwangsarbeiter aufnahm und der wiederum dessen Sohn vor Kriegsgefangenschaft bewahrte.

Ein kleines Stück Heimatgeschichte.

Christine Schild, Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus und Dieter Hackmann, Vorstand des Weimarer Dreieck e.V., betonten noch einmal, dass Vergessen/Ignorieren die Gefahr der Wiederholung beinhaltet.

Dieter Hackmann schloss mit dem Hinweis, dass am 8. Februar 2022 wieder ein Treffen der Staats- und Regierungschefs im Format des Weimarer Dreiecks stattfand. Der französische Präsident Emmanuel Macron, der polnische Präsident Andrzej Duda und der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz verabschiedeten in Berlin eine gemeinsame Erklärung.

Die drei Politiker bekräftigten ihren Willen, sich insbesondere in dieser schwierigen Zeit für den Frieden und die Stabilität in Europa gemeinsam einzusetzen.

 

                                                        Gisela Hösch (Weimar)

22-02-09 Rede Hackmann.pdf
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 Historisches Treffen zwischen dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda 

 

Am 8. Februar 2022 fand das erste Treffen des „Weimarer Dreiecks“ auf höchster politischer Ebene seit elf Jahren statt. Die Wiederbelebung des im Jahr 1991 begründeten Weimarer Dreiecks ist sehr zu begrüßen. Ein vertiefter Austausch und eine enge Zusammenarbeit zwischen den drei wichtigen EU-Mitgliedstaaten sind in der heutigen Welt Grundpfeiler für ein friedliches Europa. Die Staats- und Regierungschefs haben ihren Willen erklärt, sich im Weimarer Dreieck sowie mit anderen EU-Partnern und NATO-Verbündeten weiterhin eng abzustimmen, „um den Frieden und die Stabilität im euro-atlantischen Raum zu gewährleisten“. Dies bekräftigt die Wichtigkeit unserer Arbeit auf Vereinsebene in der polnischen, französischen und deutschen Zivilgesellschaft zur Förderung der Freundschaft und des gegenseitigen Kennlernens.

 

Der Wortlaut der Erklärung kann hier und die Pressemitteilung zur Berliner Erklärung des Weimarer Dreiecks hier abgerufen werden.

Aktuelles

„Deutschland und Polen entdecken“ - Illustrierte deutsch-polnische Landkarte
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Sag was! Dis Moi! Powiedz coś!
Ein deutsch-polnisch-französischer Leitfaden zur Sprachanimation in trinationalen Begegnungen zum Herunterladen

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Die Sanierung des Rathauses der Stadt Weimar erfordert vorübergehend einen Ortswechsel für die Vereinssitzungen. Ab Januar 2015 finden bis auf Weiteres thematische Vereinssitzungen auf Einladung im Europäischen Informationszentrum in der Regierungsstr. 73 in Erfurt statt. Mitglieder und Interessierte sind stets herzlich eingeladen, an den thematischen  Sitzungen teilzunehmen und diese aktiv mitzugestalten.

Postanschrift:

Weimarer Dreieck e.V.
Postfach 2520
99406 Weimar

 

vorstand@weimarer-dreieck.org 

 

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